Ormoc City

Philippinen

Ausgangslage

Als der Taifun Haiyan (vor Ort als Typhoon Yolanda bekannt) im November 2013 auf den Philippinen gewütet hat, waren wir schockiert, wie eine Naturkatastrophe die Existenz vieler Menschen in so kurzer Zeit vernichten konnte. Mit großen Hilfslieferungen und Spenden, die aus aller Welt auf die Philippinen - vor allem in Richtung Tacloban - unterwegs waren, konnte die größte Not gelindert werden. Über persönliche Kontakte haben wir Einblick in die aktuelle Lage bekommen und erfahren, dass es selbst nach einigen Monaten noch ein langer Weg ist, bis die Existenz der Überlebenden wiederaufgebaut ist. Der Fokus der Medien war im Sommer 2014 bereits weg, den Menschen fehlte es aber immer noch an Vielem.

Ziele

Wir haben mit unseren Ansprechpartnern vor Ort – Raquel, Pfarrer Protacio Catan und Maria Joana – vertrauenswürdige und motivierte Ansprechpartner vor Ort gefunden und mit diesen die benötigten Mittel abgestimmt. Unser Ziel dabei war, möglichst zielgerichtet, unmittelbar und ohne großen bürokratischen Aufwand, den Menschen vor Ort zu helfen.

Der Projektort

Über familiäre Beziehungen haben wir mit Raquel - einer im sozialen Bereich aktiven Philippina - Kontakt aufgenommen und unser Anliegen erklärt. Sie hat den Kontakt zu zwei Institutionen hergestellt, die wir mit unserer Hilfsaktion unterstützen möchten: Pfarrer Protacio Catan mit seiner Kirchengemeinde und Maria Joana, die sich bei IDEA engagiert – einer Stiftung, die sich um hörgeschädigte Kinder kümmert. 

Wir haben eine Region auf den Philippinen ausgemacht, die mit 105 km Entfernung zu Tacloban (dem damaligen Zentrum der Zerstörung) ebenfalls mit den Folgen des Taifuns zu kämpfen hatte: Ormoc City.

Umsetzung

Nachdem wir im September 2014 begonnen hatten, zu Geld- und Sachspenden aufzurufen, ging es Anfang 2015 an das Sortieren, Sichten und Verpacken der Sachspenden. Verpackt in 25 großen Kartons gingen diese dann auf dem Seeweg auf eine mehrwöchige Reise. Diese trafen dann auch pünktlich ein. Denn im Juni 2015 war unser Projekt-Teammitglied Torsten Braun vor Ort und hat sich ein Bild von der Lage gemacht, Sachspenden in Schulen & an hilfsbedürftige Familien verteilt und Reparatur- & Renovierungsarbeiten initiiert. Sein erster Eindruck damals: Die Sach- und Geldspenden sind genau richtig da!

Er durfte fast zwei Wochen die Herzlichkeit und Dankbarkeit der Filipinos erfahren, die trotz der Lebensumstände immer noch Fröhlichkeit ausstrahlten.

Resultate

Die gesammelten Sach- und Geldspenden für unser Philippinen-Projekt wurden ihrem angedachten Zweck zugeführt. Mit 7.500 € konnte Folgendes realisiert werden: 

 Insgesamt wurden 10 Schulen in verschiedenster Form unterstützt:

  • Übernahme der Kosten für Reparaturarbeiten von Klassenräumen, Kantinen und Ausbesserungen auf dem Schulgelände
  • Finanzierung von Schulessen-Programmen für Schüler, die von ihrem Elternhaus aus nur einseitig ernährt werden können. Mit nur 0,25 € pro Schüler kann man sechs Wochen 30 Schülern eine ausgewogene Ernährung ermöglichen
  • 160 Flipflops für Schüler aus Familien, die ihren Unterhalt durch Arbeit auf dem Zuckerrohrfeld bestreiten. Um ihre einzigen Schuhe zu schonen, laufen viele barfüßig zur Schule
  • Verteilung der Schulrucksäcke und Schulmaterialien

 

Auch diversen Familien mit einem schlimmen Schicksalsschlag wurde Hilfe zuteil:

  • Verteilung von Sachspenden
  • Instandsetzungsarbeiten an Häusern zweier Familien, deren Häuser nicht bewohnbar waren (Dachabdichtung, Einrichtung Spül-/Waschplatz, Türeinbau etc.)
  • Bezuschussung von Saatgut für diverses Gemüse, um einer Familie den Verkauf auf dem Markt zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes zu ermöglichen

 

Außerdem wurden auch noch ein Waisen- und ein Mädchenhaus bedacht:

  • Zuwendung von in Deutschland gesammelten Sachspenden (Haushaltswaren, Textilien, Schuhe, Hygieneartikel...)
  • Kauf einer Nähmaschine, um der Heimleiterin Näharbeiten zu ermöglichen

 

Wir möchten uns für das uns entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Von der Idee bis zur Umsetzung war es ein langer Weg, doch es hat sich gelohnt.

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